PHF - Die Band

Die Rockband PHF lebt Rockmusik vom ersten bis zum letzten Takt. Seit über 10 Jahren teilen fünf junge Männer eine gemeinsame Leidenschaft: Musik - die harte Schiene. Ein legendärer Abend im Post Hotel in Baumholder mit einem denkwürdigen Ergebnis: die Band PHF PostHotelFuckers war geboren.
Ziel war und ist es, die Musik auf die Bühne zu bringen, die sie selbst beeinflusst und geprägt hat. So entsteht für jede PHF Show ein Programm, das seines Gleichen sucht

„Wir rocken in Standard-Besetzung, aber alles andere als standardgemäß.“ So beschreibt Gitarrist Ralph Peeß die Band PHF, die er vor zehn Jahren gemeinsam mit Sänger David Hetzel gegründet hat. Und Bassist Dirk Schröder, der seit 2003 mit von der Partie ist, fügt hinzu: „Wir sind keine Top-40-Band.“ Damit hebt er hervor, dass ihr Bühnenprogramm nicht die gängigen Hits beinhaltet. Da ist auch mal eine sehr rockige Version des Flashdance-Hits „Maniac“ zu hören, oder Songs von „Der W“ oder „Bullet for my Valentine“ werden interpretiert. Aber auch Klassiker gehören zu ihrem Repertoire. Wie eine ganz besondere Version von „We will rock you“. Dabei betont Peeß, dass PHF mehr ist als nur Musik: „Wir stehen für eine starke Bühnenpräsenz; unsere Konzerte sind zu 100 Prozent Musik und zu 100 Prozent Show.“

Seit Ostern 2010 war von dieser Show aber nicht viel zu sehen. Oder besser gesagt: gar nichts. Denn die Jungs haben ihr Bühnenprogramm auf den neuesten Stand gebracht. „Wir wollen mit der Zeit gehen“, sagt Schröder. Außerdem haben sich die fünf Musiker – das sind neben Hetzel, Peeß und Schröder noch Andy Gimmler und Toni Dijmarescu – ins Tonstudio zurückgezogen, um eine CD einzuspielen. Diese beinhaltet allerdings keine Cover-Nummern, sondern eigene Lieder, die das Zeug zu Hits haben. Dabei betreten die Jungs Neuland: Erstmals singen sie auf Deutsch. Peeß erklärt das so: „Viele Bands singen englisch, und viele davon besser als wir. Da haben wir uns gedacht, wir machen das, was wir besser können als andere.“ Und tatsächlich: Lieder wie „Herzlich willkommen“ oder die Klaviernummer „Wenn du mal so bist“ sind noch besser als die englischen Lieder. Die Songs für die CD sind eingespielt und bearbeitet. Derzeit wird nur noch an dem Cover gearbeitet. Im April soll die CD erscheinen. Der Titel: „10“. Denn diese Zahl hat gleich mehrfache Bedeutung. Nicht nur, dass die CD im zehnten Jahr ihres Bestehens im zehnten Jahr des Jahrtausends entstanden ist. Zehn Lieder haben die Musiker auf die CD gepresst, die zehn Euro kosten wird. Und mittlerweile „haben wir zehn Musiker verschlissen“, wie  Peeß, erzählt. Denn die Musiker neben dem charismatischen Sänger Hetzel und dem flinken Gitarristen Peeß wechselten immer wieder. Seit etwa drei Jahren spielt die heutige Besetzung aber nun zusammen.

Einige der Lieder hatten die Jungs schon 2003 eingespielt. Aber mit dem Ergebnis waren sie nicht zufrieden, die CD kam nie in den Handel. „Jetzt haben wir uns musikalisch weiterentwickelt“, sagt Peeß. Und noch etwas sei anders, seitdem sich die Musiker vor zehn Jahren im Hotel zur Post als „Posthotelfuckers“ gründeten und ihren ersten Auftritt vor 50 Leuten beim Weiherfest in Baumholder hatten: „Der Anspruch an uns selbst.“ PHF sei ein „Fulltime-Hobby“. Früher haben sie einfach zum Spaß Musik gemacht, „zweimal die Woche geprobt und dann ne Pizza bestellt“, erzählt Peeß. Aber mittlerweile läuft alles professionell.  Die Band hat zwei feste Roadies und auch eine junge Frau, die sich um die Fanartikel kümmert. Eingefleischte Fans fahren der Band sogar zu jedem Auftritt nach. Nach den Konzerten stehen die Musiker noch eine halbe Stunde am Fanartikel-Stand und schreiben fleißig Autogramme. Denn die Nähe zu den Fans ist ihnen wichtig. Das wird honoriert. Denn einige Fans halten den Rockern  seit den Anfängen die Treue. Sie kamen schon zu den Konzerten, als PHF noch vor wenigen Fans spielte. Heute sind es mehrere 100. Oder, wenn sie mit ihrem zweiten Bandprojekt, den „Heiligen Bruedern“ unterwegs sind, auch mal vor 15.000, wie beim Gond-Festival, wo die Bruehder auch in diesem Juli wieder mit von der Partie sein werden.

Der regionale Durchbruch von PHF kam Ende 2003, nach einem Konzert in Berschweiler bei Baumholder. Die lokale Presse gab dem Vorgruppenauftritt von PHF Bestnoten – einige größere regionale Veranstalter wurden auf die Band aufmerksam. 2004 spielten PHF mehr als 20 Konzerte als Headliner bei großen Veranstaltungen. 2005 spielt die Band mehr als 40 Konzerte. Und das nicht nur in der Region um Baumholder, sondern beispielsweise auch auf dem Rheinland-Pfalz Tag in Bad Ems. Highlight des Jahres sind beiden Konzerte in Afghanistan, vor etwa 3000 in Kabul stationierten Soldaten der ISAF Schutztruppe. „Dieser Auftritt wird immer etwas Besonderes bleiben; Kabul hat uns geprägt“, sagt Peeß. Und Schröder fügt hinzu: „Wenn ich meine, mir geht es dreckig, dann hole ich die Bilder von Kabul heraus; und schon geht es mir wieder besser.“ Denn dort haben die Musiker Menschen gesehen, denen es wirklich schlecht geht.

So ein Jahr wie 2005 wollen die Musiker – trotz aller Höhepunkte – nicht mehr wiederholen. „Da waren wir schon froh, als Dezember war“, spricht Peeß die Erschöpfung an. Deshalb haben sie sich ganz bewusst entschlossen, künftig pro Monat mit jedem Bandprojekt nur noch ein Konzert zu spielen. Zwei Konzerte im Monat, das sind 24 im Jahr – da bleibt dann auch noch Zeit für Familie und Beruf. Und dafür, neue Lieder zu schreiben, mit denen sie dann ihre treuen Fans überraschen wollen.